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MacDonnell Ranges – Kings Canyon

Ab ins Outback! Großer Dank gilt erstmal der Firma Britz, die für ein unvergessliches Urlaubserlebnis gesorgt hat. Man hat uns mit einer nicht funktionsfähigen Küche ins Outback geschickt. Aber gut, die Ureinwohner hatten auch keinen Gasherd und keine Spüle. Dem netten Betreiber von Glen Helen ist es zu verdanken, dass wir letztendlich doch noch kochen konnten. Er hat uns mit einer seiner (leider überdimensionalen) Gasflaschen den ganzen Weg runter bis zum Uluru geschickt!

Allein die West MacDonnell Ranges zahlen sich für einen Nachmittag schon aus. Nachdem wir bei Coles in Alice Springs den Challenger mit Essen für eine Woche beladen hatten, haben wir fast alle Abzweigungen entlang des Namatjira Drive nach Glen Helen abgeklappert. Das Ellery Creek Bighole war besonders schön – bei rund 38 Grad im Schatten endlich mal baden gehen! Das permanente Wasserloch ist bei den Temperaturen erstaunlich kühl. Wir sind an dem Nachmittag fast überall alleine unterwegs. Selbst an den Ochre Pits, wo die Aborigine ihre Farben her hatte, treffen wir keinen einzigen. In der Ormiston Gorge haben wir uns dann nach gut einer Woche Australien das erste mal wieder richtig bewegt: Wandern in der Abenddämmerung. Ohne Fliegennetz überm Kopf ist es aber absolut nicht auszuhalten. Kaum aus dem Auto raus umschwirren einen drei dutzend Fliegen, die es vor allem auf Nasenlöcher, Augen und Ohren abgesehen haben. Grrrrrr.

Erste Nacht im Pop-Top Jeep in Glen Helen wird uns dann unvergesslich bleiben. Nachdem wir erst gegen 20 Uhr eine funktionstüchtige Gasflasche anschließen konnten, mussten wir unsere Burger im Dunkeln braten, mit einer Portion extra Eiweiß, denn es gab spezielles „Käfer Topping“. Allerlei Getier angelockt vom Licht der Stirnlampe. Augen zu und durch, der Hunger treibts runter ;)

Wenn schon ein Allrad Camper, dann natürlich über den Mereenie Loop runter zum Kings Canyon! 4WD brauchen wir aber nur für insgesamt 30 Minuten, bei einem kleinen Abstecher zur Goss Bluff, dem Meteoriteneinschlag kurz bevor der Asphalt bis zum Kings Canyon endgültig endet. Und für uns der Moment, indem wir drauf kommen, dass wir vergessen haben uns die Berechtigung für den Mereenie Loop zu besorgen. Yeeeah, da freuen wir uns natürlich. Die Straße führt über Aboriginal Land und muss quasi angemeldet werden. Damit wir nicht zurückfahren müssen nehmen wir den ungeplanten und etwas längeren Abstecher nach Hermannsburg, wo es das Ticket laut Lonely Planet an der einzigen Tankstelle der Umgebung gibt. Soweit so richtig. Die Straße ist zwar ordentlich „bumpy“ aber 90 km/h sind schon drin ;) Wozu denn den Jeep geholt!

Die Strecke ist wirklich sehenswert, führt durch unterschiedlichste Landschaften, über Schotter und rote Sandpisten, vorbei an Termitenhügeln und Herden von Wildpferden. Vor uns und hinter uns den ganzen Weg über kein anderes Auto, nur wenige kommen uns entgegen. Ein echtes Outback Erlebnis und definitiv schöner, als über den öden Highway zu fahren.

Über den Kings Canyon können wir gar nicht viel sagen, außer dass er eines unserer Urlaubshighlights ist! Der Campingplatz ist zwar mit 45 Dollar für den Stellplatz mit Strom der bisher teuerste, dafür gibts aber schöne Bäder und einen Pool! Unfassbar schön ist der Kings Canyon Rim Walk bei Sonnenaufgang! Wir haben die knapp 7km in gut 2 Stunden gepackt. Der Weg ist super angelegt und führt, wenn man mal den steilen Anstieg am Anfang hinter sich hat, an der Canyon Kante rund herum. Sensationelle Ausblicke und der Wanderweg selbst ist ein kleines Abenteuer! Einfach schön und rechtfertigt das Weckerläuten um 5 Uhr früh!

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