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Uluru – Kata Tjuta

Die meisten, die wir vorher gefragt haben, haben gesagt: den Uluru könnt ihr euch sparen, das ist Massenabfertigung, die Aborigines werden mit Füßen getreten und es ist den Aufwand und das Geld nicht wert. Das sehen wir jetzt nach einer Woche Outback ganz anders. Also das mit den Aboriginals stimmt wohl so halbwegs, aber wir würden auch nicht im Traum dran denken, den Uluru zu besteigen. 

Tatsache ist, dass der Uluru eine unglaubliche Anziehungskraft hat und dass jeder Blick von egal welcher Seite faszinierend ist! Wir sind die knapp 11km Base Walk samt Mala Walk drum herum gegangen, in insgesamt 4 Stunden. Da hat man dann auch wirklich alles gesehen. Und wir haben keinen Meter bereut!

Wir haben drei Sonnenuntergänge davor erlebt. Jeder anders, jeder wunderschön. Aber so richtig entspannt wars erst beim dritten mal, als wir schlau genug waren das Ginger Beer einzukühlen, die Campingsessel mitzunehmen und keine Fotos mehr zu machen ;) das lenkt nur ab… und genau beim dritten mal hat er so richtig schön rot-orange geleuchtet (was wir euch jetzt mangels Fotos leider nicht beweisen können ;)

Massenabfertigung konnten wir keine beobachten. Klar ist Sommer im Outback und klar waren es mal mehr und mal weniger Leute. Aber viel los ist höchstens am Parkplatz für die Bustouren, da wo die Selbstfahrer stehen hat jeder genug Platz für sich, manche haben sogar dort gekocht.

Danke Rainer für den Tipp mit dem Visitor Center! Auch wir sind gefühlt ewig vor dem Sorry Book gestanden und haben die Briefe von Menschen gelesen, die Steine zurück geschickt haben. Weil es ihnen leid getan hat, dass sie sie diesem heiligen Berg weggenommen haben und weil sie mit diesen ‘Mitbringseln’ ein Leben voller Pech und Unglück hatten. Wir selbst haben auf Mitbringsel weitgehend verzichtet. Auf solche sowieso. Aber wir konnten uns einfach drei Tage für kein aboriginal Bild entscheiden. Auch weil schon ein kleines kaum unter 150 Dollar zu haben ist.

Die Reise ins Red Centre zahlt sich aus unserer Sicht nicht nur wegen des Ayers Rock aus. Wir haben auch Kata Tjuta unglaublich schön gefunden. Dafür muss man aber die fast 8km durchs Valley of the winds wandern. Sonst bekommt man von der Stille und der Stimmung zwischen den Felsköpfen wenig mit. Wir waren an dem Tag überhaupt die einzigen die ihn gegangen sind. Der Rundweg war wegen der Hitze (39 Grad im Schatten) eigentlich gesperrt. Aber wir sind zu Sonnenaufgang los und haben den echt abenteuerlichen Weg mit Kletterpassagen in nicht mal 2 Stunden noch vor 9 Uhr vormittags gepackt. Allein diese Wanderung war den weiten Weg da runter schon wert!

Wir haben die drei Tage sehr genossen, trotz der Fliegen! Aber wir haben zum Glück auch schon in Glen Helen diese Creme mit Rosmarin und Zedernholz gekauft. Riecht bisschen wie Wick oder Tigerbalsam, hält einem die lästigen Viecher aber aus dem Gesicht. Wir waren fast die einzigen weit und breit, die ohne dieses bescheuerte Fliegennetz überm Kopf ausgekommen sind und nicht wenige haben uns angestarrt oder gefragt, was “unser Geheimnis” ist – eine Woche nicht duschen natürlich ;)

Wir sind uns jedenfalls einig: der Uluru ist ein Muss! Allein, weil wir ohne ihn auch nie die superschönen West MacDonnell Ranges oder den beeindruckenden Kings Canyon besucht hätten.

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