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Daintree – Cape Tribulation

Grünes Kontrastprogramm! Nach Steilküsten, weißen Sandstränden, endlosen Feldern und roter Wüste fehlt uns jetzt nur mehr eins: der Regenwald. Der Daintree Rainforest ist offenbar der älteste der Welt und hat an genau diesem Fleckchen Erde 200 Millionen Jahre hinter sich (da hat wer gut aufgepasst im Information Center). Man merkt es, kaum ist man von der Fähre rüber aufs Kap gefahren! Dichter, grüner Regenwald wuchert überall um uns.

Fest steht: dieser Nationalpark ist nichts für Menschen mit eingebildeter oder ernstzunehmender Spinnenphobie. Die handtellergroßen sind interessanterweise genauso schlecht zu sehen, wie die winzig kleinen… nämlich erst dann, wenn man sie 5cm vor dem Gesicht hat!!! Abgesehen davon haben wir festgestellt, dass uns die Tiere, die wir gerade NICHT sehen, viel mehr beunruhigen. Wir haben uns nämlich für das Dschungel-Intensivprogramm entschieden: einmal auf Trampelpfaden durch den Regenwald wandern und mit dem Camper zwei Nächte mitten drin schlafen. Und nur einmal am ganzen Wanderweg schreit Tom “Schlange!” (ich glaubs ihm ja noch immer nicht – ich hab da keine gesehen). Trotzdem, nur eine Schlange auf so ein großes Stück Dschungel heißt eher, wir haben einfach nicht genau genug geschaut.

Bewaffnet mit Mosquito-Coils und Insektenspray liegen wir deshalb abends bei offener Heckklappe mit Stirnlampe im Bett und verfolgen jedes beunruhigende Geräusch hinter uns im Wald. Nächtliche Alpträume von Krokodilen und Schlangen inklusive ;)

Apropos Krokodile. Die Aussies liiieben ja Warnschilder. Mittlerweile fürchte ich mich nur mehr vor den Dingen, für die es kein Warnschild gibt. Ich hab an keinem Strand ein Krokodil gesehen, an keiner Straße einen Koala, dort wo sie vor Seewespen warnen gehen Kinder plantschen und Kasuaren halten wir überhaupt für ein Gerücht. Vor Spinnen hat noch kein Schild gewarnt!

Am Cape Tribulation wird ja quasi vor all dem gewarnt, besonders oft aber vor Krokodilen. Wir haben nur eines beim Campingplatz: Doris, die früher ein Boris war, jetzt aber Eier ausbrütet und nicht zu sehen ist. Also ist uns genug Zeit geblieben, sorgenfrei einen ausgedehnten Spaziergang am nördlichsten Punkt unserer Reise zu machen, am Cape Tribulation Beach, wo Mangroven und Dschungel bis direkt ans Meer reichen.

Und es wären nicht wir, hätten wir nicht einen neuen Anwärter auf das beste Eis der Welt am Wegrand entdeckt. Die über 70 Jahre alte Flora (wir nehmen an, dass sie so heißt) macht hier seit 7 Jahren biodynamic organic ice cream – also ohne künstliche Farbstoffe und Aromen aus spritzmittelfreiem Obst. Und es gibt so unfassbar viele sensationelle Sorten, dass wir gleich drei mal hinfahren müssen (in drei Tagen). Wir hoffen einfach, dass die vielen Gelsen hier nicht nur Blut sondern auch Fett absaugen ;)

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